Die FANNYTASTEN haben beim diesjährigen Roborace hervorragend abgeschnitten. Als zehnter unter 60 insgesamt angetretenen Teams wurde im Finale der letzten 30 ein bemerkenswerter Schlusspunkt gesetzt.

Der Wettbewerb wird jedes Jahr vom Institut für Systemtheorie und Regelungstechnik (IST) der Universität Stuttgart ausgerichtet, in den jüngeren Wettbewerben nehmen ungefähr 30 Studierenden- und 30 Schülerteams teil. Das Fanny hat immer wieder teilgenommen -- sofern es organisatorisch möglich war und wir als teilnahmeberechtigt ausgelost wurden.

Dieses Jahr hat sich das Team über drei Runden beständig gesteigert.

in der Qualifikation erregte die Fannylösung als äußerst minimalistisch noch gewisses Stirnrunzeln bei der Jury -- Aufgabe war, einen Halbkreis zu fahren und reschtzeitig vor einer Wand anzuhalten -- und genau das und nur das konnte unser Gefährt, wir hatten einfach auf Lenkbewegungen ganz verzichtet und nur einseitig Gummibereifung.

Im Halbfinale  wurde dann an der eigentlichen Aufgabe gearbeitet: Der Roboter soll in einer dreiflügeligen Drehtür im Kreis fahren. Zur Orientierung ist auf dem Boden der Drehtür mit 2m Durchmesser ein konzentrischer Grauverlauf – außen weiß – innen am Kern mit 30cm Durchmesser – schwarz.
Die Tür rotiert schneller und schneller, der Roboter muss einen Abstand von 10cm und Schritt halten; gewonnen hat, wer am längsten durchhält.

Wir mussten bereits in der zweiten Dreiergruppe antreten, es zeigte sich bereits am Ende des ersten Durchgangs, dass die 34 Sekunden in der Drehtür für den Cut fürs Finale wohl reichen wird. Daher wurde für den zweiten Durchgang nur eine kleine Optimierung vorgenommen -- die 36s im Zweiten Durchlauf zeigten, dass die Jungs das System soweit verstanden haben.

Am Finaltag traf sich die Guppe, das ist die InformatikAG 10, wie es fast schon Tradition war, kurz morgens in der Physik; Hr. Fechtig hatte als Ersatzbetreuer zugesagt, da Hr. Häußler aus dienstlichen Gründen  erst zum zweiten Durchgang an die Uni kommen können würde. Und irgendwas muss schief gegangen sein -- jedenfalls traten bereits im freien Training beim Finale äußerst seltsame Effekte auf, das Fahrzeug verhielt sich völlig unerklärlich... Trotz neu aufspielens des Programmes lief gar nichts mehr. Die Quittung: Bereits nach knapp zwei Sekunden kam das Aus. Während des laufenden ersten Durchgangs durfte nichts am Fahrzeug oder Programm geändert werden, aber es gab eine halbstündige Pause zwischen den Durchgängen, in der "geschraubt" werden durfte.

Nachdem der erste Schock überwunden worden war, wurde beschlossen einfach noch einmal aktuelle Parameter in einer Testreihe zu "erfahren". Das hieß höchsten Einsatz für die Renningeneure, die für den Einsatz auf der Bahn zuständig waren: Beim Programmteam im Publikum neue Version laden, nach vorne laufen, Testzeit erstreiten, Testlauf durchführen, genau hinschauen, Fahrzeug zurück bringen, dem Programmteam berichten, das natürlich auch die Videoübertragung des Tests verfolgt und neue Parameter ins Programm integriert hat, die neue Programmversion wieder aufs Fahrzeug laden und wieder von vorn. Die Versionen brachten Verbesserungen -- am Ende von vier oder fünf Iterationen war es dann tatsächlich so, dass wir dem Gefühl nach wieder irgendwo in der Nähe der daheim erzielten Testläufe lagen.

Im zweiten Durchgang gings also nun darum, vom paarundzwanzigsten Platz (zwischen den Rückwärtsfahrenden und Umgefallenen) in gute Ränge zu kommen. Und siehe da, wieder in einer frühen Startgruppe, konnte sich unser Fahrzeug 67 Sekunden in der Drehtür halten. Das war zwar weit von den 99 Sekunden des Besten aus dem ersten Durchgang, aber im vorläufigen Gesamtklassement ein sechster Platz!

Es gab dann noch vier Gruppen, die sich knapp an uns vorbeischoben, aber am Ende stand ein super zehnter Platz!
Also hat es doch geklappt das Fanny würdig zu vertreten (für die Jungs wichtig: "... zwei Plätze vorm Hegel").

Die AG10 und die FANNYTASTEN bedanken sich beim Roboraceteam vom IST der Uni-Stuttgart und den Lehrern und der Schulleitung des Fanny, die durch Begleitung und Freistellungen vom Unterricht die diesjährige Teilnahme am Wettbewerb erst möglich gemacht haben.