Die Geschichte dieses Projektes begann einmal in einem ganz normalen Unterricht. Dieses Projekt erwachte zum Leben, als das Thema im Englischunterricht „Make a difference“ war und die Aufgabe darin bestand, eine Hilfsorganisation zu präsentieren. Um eine Hilfsorganisation auszuwählen, haben wir in der Klasse mehrere Gruppen gebildet, jede suchte sich selbstständig eine Hilfsorganisation aus, sodass am Ende eine große Auswahl an verschiedenen Hilfsorganisationen zustande kam, die sich alle für verschiedene Bereiche einsetzten - manche für den Umweltschutz, andere für den Tierschutz oder für arme Kinder auf der ganzen Welt.

Jede Gruppe setzte sich mit ihrer ausgewählten Hilfsorganisation auseinander und fasste wichtige Informationen über sie zusammen. Während der Vorbereitungszeit kam dann die Idee auf, eine Hilfsorganisation mit einer Spende zu unterstützen. Somit stellten alle Gruppen ihre Hilfsorganisation vor, damit wir entscheiden konnten, an welche Hilfsorganisation die Spende gehen sollte. Es gab viele Hilfsorganisationen, deren Projekte eher „normal“ bzw. bekannter sind, also z.B. armen Kindern in Afrika zu helfen. Nachdem alle Hilfsorganisationen vorgestellt wurden, entschieden wir uns für die Hilfsorganisation „Taking root“, die ein spezielles Projekt hatte: Sie setzten sich für das Pflanzen von Bäumen weltweit ein, um den Klimawandel zu stoppen. Wir beschlossen, diese Hilfsorganisation jedoch mit einer Spende der besonderen Art zu unterstützen: Einer Baumspende. Das bedeutet, dass man statt Geld zu spenden einen Baum pflanzt und somit direkt dem Klimawandel entgegenwirkt.

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Da das Fanny-Leicht-Gymnasium einen wunderschönen Park besitzt, hatten wir schon den perfekten Platz für den Baum. Zuerst gingen wir davon aus, dass ein ganz normaler Baum völlig ausreichen würde, sodass wir diesen als Klasse mit unserer Englischlehrerin selbst finanzieren könnten. Der Schuldirektor war sehr glücklich über dieses Projekt und das Gartenbauamt gab auch seine Erlaubnis dazu. Allerdings war das Problem, dass nur Bäume aus einer Baumschule in den Fanny-Park gepflanzt werden dürfen, und es stellte sich heraus, dass diese Bäume auch viel teurer waren. So einen Baum selber zu finanzieren, war leider kaum möglich.

Wir veranstalteten einen Kuchenverkauf unter dem Hashtag #BackenfürsBäumchen, um den Baum bezahlen zu können. Doch das Geld, das wir bei diesem Kuchenverkauf eingenommen hatten und unser gesammeltes Geld deckte nur einen Teil der Kosten des Baumes ab. Deswegen wendeten wir uns schließlich an die Schule, die uns natürlich sehr hilfsbereit entgegenkam. Der Verein der Freunde des Fanny-Leicht-Gymnasium e.V. erklärte sich bereit, den restlichen Betrag beizusteuern und somit den Kauf des Baumes zu ermöglichen. Gewählt wurde ein Tulpenbaum (lat. Liriodendron tulipifera) und schon bald wurde der Termin zum Pflanzen des Baumes festgelegt.

Am Mittwoch, den 06.06.2018, war es dann soweit: Es war ein wunderbarer sonniger Tag. Am Vormittag hatte das Gartenbauamt den Platz markiert, an dem der Baum am Nachmittag gepflanzt werden sollte. Somit versammelten wir uns um 13:00 Uhr an dem markierten Platz, an dem schon der Tulpenbaum in einem Topf bereitstand. Auch der Schuldirektor war bei diesem Ereignis anwesend. Mit Spaten, Schaufeln und Wasser „bewaffnet“ machten wir uns an die Arbeit und nach einer halben Stunde war der schöne Tulpenbaum an seiner Stelle eingepflanzt und reichlich gegossen.

Baumchen2Gleich darauf fertigten wir noch einige Gruppenfotos mit dem Tulpenbaum an, und dann war die Pflanzaktion auch schon beendet. Glücklich, froh und ein bisschen erschöpft gingen wir an diesem sonnigen Tag nach Hause. In der nächsten Englischstunde stimmten wir noch über einen Namen für den Baum ab und gewählt wurde der englische Name „Leroy“. Wir werden ihn fleißig weiter gießen und sind gespannt, wie er sich entwickeln wird.

Inzwischen hatten wir im Englischunterricht noch eine Unterrichtseinheit zum Thema „Our Changing Planet – global challenges of today“ durchgenommen, wodurch wir uns noch bewusster wurden, dass wir auf unsere Erde besser „aufpassen“ bzw. uns für die Umwelt einsetzen müssen und dass jeder einen Beitrag leisten kann und sollte.

Geschrieben von Daniel Jatsenko, 10a

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