Sechs Mannschaften aus Bayern und Baden-Württemberg spielen um eine Russlandreise.

Russland ist für seine Gastfreundschaft berühmt – das hat es bei der Fußballweltmeisterschaft im Sommer eindrücklich gezeigt. Wer selbst mal erleben möchte, wie es ist, in Moskau oder St. Petersburg zu Gast zu sein, lernt am besten die Sprache des Gastlandes. So wie beim Bundescup „Spielend Russisch lernen“: Mehr als 4.500 Schüler aus Deutschland, Österreich und der Schweiz pauken eifrig Vokabeln, um sich dann mit anderen in Sprachkenntnis zu messen. Wer schließlich ins Finale einzieht, spielt Anfang November auf Einladung von GAZPROM Germania im Europa-Park in Rust um eine mehrtägige Russlandreise. „Pojechali“ – los geht’s!

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Auch unsere Schule hat im Juni 2018 am Bundescup teilgenommen (Bericht der Filder-Zeitung vom 11.6.2018). Insgesamt 54 Schüler aus Klassen 8 bis 10 spielten in Zweiermannschaften in mehreren Runden einen ganzen Schulvormittag gegeneinander. Die eigentlichen Gewinner der Schulrunde, Georg Bechtgold (J1) und Maximilian Dinnebier (Kl 9), konnten bei der Regionalrunde leider nicht antreten. Die Regeln besagen, dass die Teilnehmer ohne Russischunterricht keinen russischsprachigen Hintergrund auch nur entfernt mitbringen dürfen, was die Mannschaft leider nicht erfüllen konnte. Somit machten sie den Weg frei für die Zweitplatzierten, Paul Shuhaiber und Jonas Böttcher (beide Kl. 9), die unsere Schule auf der Regionalebene vertreten sollten. Das Spiel in Baden-Württemberg am 24. September musste auch diese Mannschaft verpassen, da Jonas in dieser Zeit mit dem Austausch in Moskau weilte. Eigentlich eine gute Vorbereitung auf den Wettbewerb! Zum Glück konnten uns die Nachbarn in Bayern bei ihrer Regionalrunde am 5. Oktober im Holbein-Gymnasium Augsburg gastfreundlich aufnehmen.

Dort spielten dieses Jahr Russisch-Kenner aus Landshut, Deggendorf, Wolfratshausen, Augsburg (Bayern) und eben Stuttgart (Baden-Württemberg) gegeneinander. Insgesamt fanden zwischen Ende August und Mitte Oktober 16 Ausscheide in zwölf Bundesländern statt, dazu je einer in Österreich und der Schweiz.

Unsere Schüler, Paul und Jonas, bewiesen ein beachtliches Vokabelwissen und viel Nervenstärke. Nun, Spiel ist Spiel, die Würfel fallen nicht immer nach Plan und die Karten werden auch nicht nach Wunsch gezogen. So sollte es für die Beiden leider nicht sein mit dem Finale im Europapark. Tristan Schneider und Kristina Jazenko von der Fremdsprachenschule Landshut haben die Regionalrunde in Augsburg gewonnen. 

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Für das Deutsch-Russische Forum ist der Bundescup „Spielend Russisch lernen“ eines der nachhaltigsten Projekte im bilateralen Austausch: 
„Der Bundescup fördert ein tieferes Verständnis für die russische Kultur und schlägt Brücken zwischen beiden Ländern. Gerade in Zeiten politischer Spann
ungen macht das Mut, denn es zeigt, dass junge Menschen ohne Ressentiments ganz unbefangen und leicht Meilensteine für die deutsch-russische Verständigung setzen können“, betont Martin Hoffmann, geschäftsführendes Vorstandsmitglied des Deutsch-Russischen Forums e.V. 

Wir freuen uns, dass auch unsere Schüler bei dieser Aufgabe mitwirken konnten. Und wir hoffen, dass auch in Zukunft viele Schülerinnen und Schüler des Fanny-Leicht-Gymnasiums bei kommenden Sprach-Wettbewerben ihr Können testen und ihr Glück probieren werden!

Paulina Klundt-Wiatrowski, Russisch-Fachschaft mit Frau M. Kammerer und Frau O. Herz,

mit Unterstützung von Herrn Dr. G. Haag und Frau A. Rannert


Das DeutschRussische Forum e.V. führt den Wettbewerb gemeinsam mit der russischen Stiftung „Fond Russkij Mir“, in Kooperation mit der GlobusStiftung, der Stiftung DeutschRussischer Jugendaustausch gGmbH, dem GoetheInstitut Russland, dem Deutschen Russischlehrerverband e.V. und dem Fachverband Russisch und Mehrsprachigkeit e.V. durch. Das Projekt wird gefördert von der GAZPROM Germania GmbH, dem CornelsenVerlag sowie Lernidee Erlebnisreisen GmbH.