(gültig ab 01.02.2001, 2. Änderung vom 21.01.2015)

1 Schulbesuch

1.1       Die Schüler/-innen sind zum regelmäßigen Besuch des Unterrichts und der verbindlichen außerunterrichtlichen Schulveranstaltungen verpflichtet. Das gilt auch für Arbeitsgemeinschaften, für die man sich angemeldet hat, für Ausflüge u. ä. Diese Pflicht ist nur bei Krankheit oder Beurlaubung aufgehoben.

Bei der Teilnahme an außerunterrichtlichen Veranstaltungen sind die Schüler/-innen verpflichtet, den versäumten Unterrichtsstoff selbstständig und eigenverantwortlichnachzuarbeiten. Sie können sich bei Bedarf an ihre Lehrkräfte wenden. Sie haben keinen Anspruch auf Freistellung von Klassenarbeiten.

1.2       Ist ein Schüler/eine Schülerin aus zwingenden Gründen (z.B. Krankheit) am Schulbesuch verhindert, ist dies der Schule unter Angabe des Grundes und der voraussichtlichen Dauer der Verhinderung unverzüglich mitzuteilen (Entschuldigungspflicht). Entschuldigungspflichtig sind für minderjährige Schüler die Erziehungsberechtigten und diejenigen, denen Erziehung oder Pflege eines Kindes anvertraut ist, volljährige Schüler für sich selbst. Die Entschuldigungspflicht ist spätestens am zweiten Tag der Verhinderung mündlich, fernmündlich, elektronisch oder schriftlich zu erfüllen. Im Falle elektronischer oder fernmündlicher Verständigung der Schule  ist die schriftliche Mitteilung innerhalb von drei Tagen nachzureichen.

Fehlt ein/e Schüler/in der Kursstufe, so muss folgendermaßen verfahren werden:

1) Ein Erziehungsberechtigter meldet sich spätestens am zweiten Schultag elektronisch/schriftlich in Papierform beim/bei der Tutor/in oder -in Ausnahmefällen- telefonisch im Sekretariat, auch beim Versäumnis einzelner Stunden, und gibt den Grund für das Versäumnis und die voraussichtliche Dauer der Fehlzeit an. Falls der/die Schüler/in volljährig ist, übernimmt er/sie die Aufgaben des Erziehungsberechtigten.

2) Nach Wiedererscheinen des/r Schülers/in legt er/sie innerhalb einer Woche das Entschuldigungsbuch, in dem ein Erziehungsberechtigter die schriftliche Entschuldigung per Unterschrift eingetragen hat, bei denjenigen Fachlehrkräften vor, bei denen der/die Schüler/in Unterricht versäumt hat.

3) Versäumt ein/e Schüler/in eine Klausur/GFS, muss sein/ihr Erziehungsberechtigter spätestens am Tag nach der Klausur/GFS eine elektronische Entschuldigung/schriftlich in Papierform an die Fachlehrkraft (cc:Tutor/in) schicken, bei dem der/die Schüler/in eine Klausur/GFS versäumt hat. In Ausnahmefällen kann der Erziehungsberechtigte auch telefonisch dem Sekretariat die Entschuldigung übermitteln. Bei häufigem Versäumen einer Klausur kann ein ärztliches Attest eingefordert werden.

4) Die Klausur kann sofort am nächsten Tag nachgeschrieben werden, wenn der/die Schüler/in nur am Klausurtag gefehlt hat.

5) Erfolgt die Entschuldigung nicht rechtzeitig, so wird die versäumte Klausur in der Regel mit 0 Notenpunkten bewertet.

1.3       Beurlaubung: Wer nicht krank ist, kann einer schulischen Veranstaltung nur fernbleiben, wenn er vom Klassenlehrer/-in (1 Tag) oder von der Schulleitung beurlaubt worden ist. Das Urlaubsgesuch der Eltern oder des volljährigen Schülers/der volljährigen Schülerin muss rechtzeitig eingereicht werden. Vor und nach Ferien kann nur in Ausnahmefällen durch die Schulleitung beurlaubt werden. Auch sonst sind der Schule durch die amtliche Schulbesuchsverordnung enge Grenzen gesetzt.

1.4       Befreiung von einzelnen Fächern: Von einzelnen Unterrichtsfächern kann ein Schüler/-in nur in besonderen Fällen und auf Antrag befreit werden. Bei Sportbefreiungen ist dem Antrag unaufgefordert ein ärztliches Attest beizufügen. Antrag und Attest müssen in der Regel halbjährlich erneuert werden. Vom Religionsunterricht kann sich ein Schüler/-in aus Gewissensgründen abmelden. Er/Sie muss dann - soweit angeboten - das Fach Ethik besuchen (siehe dazu Einzelregelungen).

1.5       Die "gelbe Karte" gilt mit der Unterschrift eines Sorgeberechtigten als Antrag auf Befreiung vom Schwimmunterricht. Wer so oder aus anderem Grund vom Schwimmunterricht befreit ist, geht auch nicht mit ins Schwimmbad. Die "gelbe Karte" befreit nicht vom allgemeinen Sportunterricht.

2 Informationen

2.1       Änderungen im Stundenplan, sowohl einmalige wie länger dauernde, und alle anderen wichtigen Informationen werden durch Anschlag bzw. das digitale Schwarze Brett bekanntgegeben. Die Tagebuchordner/-innen und Klassensprecher/-innen sorgen für die Unterrichtung der Klassen.

Da der Klassenverband in der Kursstufe aufgelöst ist, sind alle Schüler/-innen aus J1 und J2 verpflichtet, sich regelmäßig zusätzlich am "Oberstufenbrett" zu informieren.

2.2       Eltern können die Lehrkräfte nach Voranmeldung in den Sprechstunden oder zu anderen vereinbarten Zeiten sprechen. Keine Lehrkraft kann aus dem Unterricht gerufen werden.

3 Strafen und Einträge

3.1       Bei Fehlverhalten auf dem Schulgelände und im Unterricht können Strafen verhängt werden (z.B. Strafarbeit, Sonderaufgabe, Arrest). Die Fachlehrkraft hält in ihren Unterlagen die Strafmaßnahmen für die Betroffenen mit Datum fest und lässt sich ggf. die Kenntnisnahme durch die Eltern bestätigen.

3.2.1    Ein Eintrag in das Tagebuch dokumentiert eine empfindliche Störung des Schullebens und ist stets verbunden mit einer Erziehungs- und Ordnungsmaßnahme. Er ist eine verschärfte Disziplinarmaßnahme und wird in der Regel erteilt, wenn vorher bereits andere Strafmaßnahmen  verhängt wurden.

Gründe für einen Eintrag sind z.B.:

- nachhaltiges Stören des Unterrichts,

- Verstöße gegen die Bestimmungen zum Rauchen an der Schule,

- wiederholtes Zuspätkommen,

- unentschuldigtes Fehlen.

Ein Eintrag wird im Klassenbuch festgehalten und rot markiert. Gleichzeitig trägt die Fachlehrkraft den Eintrag auf der dafür vorgesehenen Seite des Tagebuchs ein und informiert die Eltern.

Ein Eintrag hat in der Regel Auswirkungen auf die Verhaltensnote im folgenden Zeugnis.

3.2.2    In besonderen Fällen kann ein Eintrag auch ohne vorherige Strafe erteilt werden, z.B. bei

- nachgewiesenem vorsätzlichem Täuschungsversuch,

- grobem Verstoß gegen die Hausordnung,

- grobem Fehlverhalten.

3.3       Wird bei einem Schüler/-in im Verlauf des Schuljahres ein weiterer Eintrag notwendig, so beruft der/die Klassenlehrer/-in die Klassenkonferenz zur Beratung der weiteren Maßnahmen ein. Im Anschluss an die Klassenkonferenz bittet der/die Klassenlehrer/-in die Eltern zu einem Gespräch.

3.4       Wird ein dritter Eintrag notwendig, beschließen die Klassenkonferenz und die Schulleitung über Maßnahmen nach § 90 (3) SchG. Bei der nach § 90 (7) SchG vorgesehenen Anhörung kann sich der Schüler/-in auch des Beistands eines/einer Mitschülers/-in seines/ihres Vertrauens bedienen. Der/die Schüler/-in ist durch die Schulleitung über sein/ihr Recht zu belehren, entsprechend den dort festgelegten Regeln die Schulkonferenz anzurufen.

3.5       In den Jahrgangsstufen J1 und J2 werden Einträge auf den dafür vorgesehenen Formblättern festgehalten und an den/die Tutor/-in weitergegeben, der/die alle weiteren Schritte einleitet.

Unabhängig von diesen Regelungen haben Schüler/-innen und Eltern natürlich jederzeit die Möglichkeit, sich an Fach- und Klassenlehrer/-innen, Verbindungslehrer/-innen und an die Schulleitung zu wenden.