Die Theater AG, die Bühnenbild AG und die Technik AG

des Fanny Leicht Gymnasiums

laden herzlich ein zu den Aufführungen

Das kalte Herz

nach dem Märchen von Wilhelm Hauff

am 15., 16. und 18. März 2019

jeweils um 19 Uhr in der Gymnastikhalle

 

Über das Stück

Gibt man „Das kalte Herz“ in die Suchmaschine Google ein, zeigt die Trefferliste Theater von Konstanz bis Göttingen, von Aachen bis Cottbus, sowie mehrere Verfilmungen. Obwohl räumlich im Schwarzwald angesiedelt, scheint die Geschichte etwas Universelles zu erzählen, das offensichtlich gut in unsere Zeit passt.

Vielleicht ist es auch nur allzu offensichtlich: der armen Köhlerjunge Peter Munk, der sich mehr Geld und mehr Ansehen wünscht, aber das Gefühl hat, dies aus eigener Kraft niemals erreichen zu können nimmt die magischen Kräfte zweier Waldgeister zu Hilfe. Peter verkauft sein Herz, um stets die Tasche voller Geld zu haben, beim Glücksspiel zu gewinnen und das Mädchen seiner Wahl zu heiraten. Er gewinnt das gewünschte Ansehen, verliert aber jede Menschlichkeit.

Für die Theater AG war eine wichtige Frage: streben vor allem Männer nach Geld und Ansehen und verkaufen dafür ihr Herz? Und wie stellt man das dann dar, wenn in der Theater AG vor allem Mädchen und junge Frauen spielen? Und wie spielt man, dass sich jemand um gesellschaftlich aufzusteigen „Pferd und Wägelchen“ wünscht? Wäre es nicht realistischer, vor allem in Stuttgart, der Waldgeist brächte einen Porsche nebst Führerschein? Was genau bringt und heute das gewünscht Ansehen?

Stückentwicklung der Theater AG
des Fanny Leicht-Gymnasiums
Aufführungen am 21., 22. und 23. März jeweils 19 Uhr in der Gymnastikhalle

"Der große Schmerz änderte alles. Wir saßen zeitlos beisammen und redeten. Es gab keinen Schlaf mehr, auch wenn man ihn gern gehabt hätte. Der Schlaf kam nur hinterrücks zu demjenigen, der einfach nicht mehr konnte."
So beschreibt der Schauspieler Joachim Meyerhoff in seinem Theaterabend "Alle Vögel fliegen hoch" den Tod
seines mittleren Bruders. 19 Jahre war er alt, hatte die Schule beendet und sollte sein Studium beginnen.
Die Theater AG des Fanny-Leicht-Gymnaiums hat sich in diesem Schuljahr zur Aufgabe gemacht, näher zu untersuchen, was passiert, wenn ein Jugendlicher stirbt. Welches "Loch" dieser Jugendliche hinterlässt, welchen Schmerz sein Tod auslöst - nicht nur bei Familienmitgliedern, sondern auch bei Freunden, Schulkameraden, Weggefährten. Und wie dieser Schmerz geheilt werden kann - oder auch nicht, wie das Leben ohne diesen
Menschen weitergeht.


15 Jugendliche der Klassen 8 - 12 haben dazu ein eigenes Stück entwickelt. Erzählt wird die Geschichte von der 18jährigen Laura, die im Schulchor gesungen hat und eines Tages, nach den Pfingstferien, plötzlich nicht mehr zu den Proben erscheint. Seit ihrem Tod sind bereits einige Jahre vergangen, als Lauras ehemalige Mitschüler Fotos von ihr finden, während sie ein Ehemaligen -Treffen des Chors vorbereiten. Erinnerungen werden wachen, müssen aber auch mühsam zusammengepuzzelt werden. Manches will nicht recht passen und so bleibt die Erinnerungsarbeit an Laura eine Baustelle."